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Tansania „Lunji“-Estate, fully washed

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Geschmack: Birne, Granatapfel, Ahornsirup

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Beschreibung

1898, als Tansania noch deutsches Kolonialgebiet und Teil des damaligen „Deutsch Ost-Afrikas“ war, erwarb der deutsche Aussiedler Emil Köstlin im schönen Hochland im Süden des Landes, ein Stück Land. Zu jener Zeit war die Landschaft geprägt von unberührter Wildnis. Emil Köstlin nannte seine kleine Farm „Mbeya-hof“ und begann mit dem Anbau von 3 ha Kaffee. Zudem betrieb er eine Viehzucht mit bis zu 1500 Rindern, einigen Eseln und Schweinen, sowie Ackerbau mit Gerste und einer Vielzahl von Obstbäumen.

Geschmack: Birne, Granatapfel, Ahornsirup
Körper: mittelkräftig

Anbauregion

Land: Tansania
Region: Mbeya
Ort / Stadt: Mbeya
Farm: Lunji
Eigentümer: Clemens Maier und Thomas Plattner
Farm Manager: Clemens, Stella und Paul Maier
Farmgrösse: 92 ha
Varitäten: Bourbon, Typica, Catimor & Rume Sudan Hybride
Aufbereitung: washed
Restfeuchte des Kaffees: 10-12%
Anbauhöhe: 1.500 – 1.700 m
Ernte: Mai-September
Durchschnittstemperatur: 13 – 23°C
Bodenart: fruchtbar, vulkanisch geprägt, sandig toniger Lehm, schluffiger Sand
Jährlicher Niederschlag: 1.150 Millimeter
Lot Nummer: 146 AA

Cupping score: 85 Punkte


 

Geschichte

Das Ende des Weltkrieges brachte eine große Veränderung für Tansania mit sich und somit auch eine große Veränderung für den Mbeya-hof.

Die britischen Nachfolger entdeckten schnell das Potential des Kaffeeanbaus. Der fruchtbare Boden und die günstigen Standortbedingungen ließen die Idee der Kaffeeproduktion reifen und der Kaffee wurde schnell zum wichtigsten Exportgut des Landes.

1928 wurde noch mehr Land gerodet und der Kaffeeanbau auf dem Anwesen ausgeweitet, welches die Briten nun Lunji Estate nannten. Es ist wahrscheinlich, dass der Name „Lunji“, im veralteten Safwa Namen „Ilunji“ für eine Baumart, welche hier häufig zu finden ist, seinen Ursprung gefunden hat.

Heute ist Lunji eine mittelgroße Kaffeeplantage mit 30 Angestellten und bis zu 150 Helfern. die zur Erntezeit auf der Plantage Arbeit finden. Die Farm wird seit über 20 Jahren von Clemens und Stella Maier betrieben und agiert rechtlich als eine Gesellschaft zwischen dem deutschstämmigen Clemens Maier und dem Schweizer Thomas Plattner.  Neben Kaffee sind auch Avocados, Äpfel, Hühner, Schweine und eine Vielzahl verschiedenster Gemüse und Früchtesorten auf Lunji heimisch.

Der Kaffee auf „Lunji“

Die Entdeckung des Kaffees und die darauffolgende Verbreitung des Genussgetränkes in Asien und Europa ist allgemein bekannt. Auf Lunji jedoch macht Paul, der Sohn von Stella und Clemens Maier, fortlaufend neue Entdeckungen zu der Geschichte des Kaffees in Tansania und des Kaffees auf der Farm. Der Austausch von Informationen und Geschichten mit Augenzeugen oder deren Nachkommen ermöglicht es, sowohl die agronomischen, wie auch die geschichtlichen Aspekte seines Kaffees besser zu verstehen.

Gegen Ende des 19ten Jahrhunderts wurden die ersten Kaffeepflanzen von der Insel Bourbon (heute „La Reunion“) von Missionaren nach Ost-Afrika eingeführt. Diese Bourbon Varietät wurde anfangs in der Morogoro Region des Landes angebaut und hat sich dann stetig über das Land verbreitet. Wiederum Missionare der Herrnhuter Mission brachten diese Varietät zu ihrer Mission in Utengule, einer Ortschaft nur 5 km entfernt von Lunji. Die ersten Kaffeefelder auf Lunji wurden mit dieser Coffea Art bepflanzt.

Das einzigartige Mikroklima und die günstigen Standortbedingungen haben seither den Anbau dieses qualitativ hochwertigen Kaffees ermöglicht.

Über die Jahre wurden zu den Grundbeständen diverse andere Varietäten hinzugefügt und manche Felder mit komplexeren Sorten ersetzt, darunter Typica, Catimor und der Rume Sudan Hybrid. Diese Mischung verschiedener Varietäten und die daraus folgende Merkmalsausprägungen verleihen dem Kaffee vom Lunji-Estate einen einzigartigen und komplexen Geschmack.

Wir sind aktuell mit Paul Maier in der Planung, zukünftig die ein oder andere Varietät sortenrein zu ernten und davon einige Nano-Lots in unterschiedlichen Aufbereitungsarten an den Tegernsee zu bringen. So sind natural oder honey processed coffees noch eine Rarität in Tansania. Wir arbeiten diesbzgl. sehr eng mit den Maiers zusammen und freue uns heute schon auf die Ergebnisse der nächsten Ernte.

Der Mensch auf Lunji

Seit vielen Jahren treffen sich fast täglich Jung und Alt, um auf dem eigens auf der Farm errichteten Fußballfeld gemeinsam zu spielen und zu trainieren. Gemeinsam werden Ziele gesetzt und erreicht und durch den Sport werden Einheit und Freundschaften gefördert.

Als größter Arbeitgeber in der Ortschaft ist es den Maiers ein Anliegen, der Nachbarschaft, sowie den Familien ihrer Angestellten, beste Bedingungen zu bieten. All die vielen Menschen, die ein friedliches Miteinander über die Jahrzehnte hinweg ermöglicht haben, liegen den Inhabern sehr am Herzen.

Sie sind davon überzeugt, dass Bildung die stärkste Waffe gegen Armut ist und die Hoffnung für eine bessere Zukunft Tansanias bietet. So ist Lunji seither immer an erster Stelle gewesen, wenn es um den Bau von Schulen in der Nachbarschaft ging. Eine der Schulen, die von Lunji unterstützt wird, ist die Ihombe Primary School. Hier können Jungen wie auch Mädchen die Hauptschule nach dem tansanischen Bildungssystem besuchen.

Erhalt der Biodiversität

Lunji ist reich an einer beeindruckenden Pflanzen- und Tierwelt. Es ist das Anliegen der Familie Maier, die natürliche Beschaffenheit zu schützen, um dieses wertvolle Ökosystem zu erhalten. So beschäftigt sich Lunji schon immer mit der Aufforstung von einheimischen Bäumen auf der Farm und im Waldreservat des Mbeya Range Gebirges. Es werden Vorkehrungen getroffen, um Waldbrände und Abholzung im Reservat einzudämmen. Die Kaffeeproduktion erfolgt nach den Richtlinien des Tanzania Coffee Boards, einer Institution, welche die Kaffeeindustrie des Landes betreut.

 

 

Alle Röstkaffee-Preise verstehen sich inkl. dt. Kaffeesteuer (€ 2,19 / 1 Kg Röstkaffee) und inkl. 7% Mehrwertsteuer. Änderungen vorbehalten. Angebot solange der Vorrat reicht.

Menge

250g

Mahlgrad

Aeropress, Handfilter, Kaffeemaschine, Karlsbader Kanne, Stempelkanne, Ungemahlen

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